Versandhaus Quelle verkauft seine Kundendaten

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Quelle-Ausverkauf.
Das empört die Verbraucherschützer. Das Versandhaus Quelle will im Zuge seiner Insolvenz die Kundendaten verscherbeln. Das zuständige Landesamt für Datenschutz in Bayern hat zu dem Deal seine Zustimmung gegeben. Verbraucher, die das nicht wollen, dürfen aber schriftlich Einspruch einlegen.
Verbraucherschützer haben vor einem „Datenschlussverkauf“ bei Quelle gewarnt. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) forderte von der Insolvenzverwaltung des Unternehmens, Kundendaten nach Abwicklung des Ausverkaufs zu vernichten. Ein Sprecher der Datenschutzbehörde Mittelfranken sagte, gegen einen Verkauf im gesetzlichen Rahmen gebe es keine Einwände. Die Kunden könnten aber die Löschung verlangen. Die Insolvenzverwaltung bestätigte indes Gespräche über den Datenhandel. Die „Nürnberger Nachrichten über den möglichen Daten-Deal berichtet.
Der vzbv sieht einen Informationsverkauf nicht vom Bundesdatenschutzgesetz gedeckt. Die immensen Datenmengen, die der Versandhändler in den Jahren seines Bestehens über seine Kunden gesammelt habe, seien zwar finanziell interessant. Im Konkursfall dürften sie aber nicht verkauft werden. „Das Ende von Quelle darf nicht zum Datenschlussverkauf führen“, erklärte vzbv-Vorstand Gerd Billen. Wo Unternehmensteile aufgelöst würden, müssten vorhandene Kundendaten gelöscht werden.
Der zuständige Beamte im Landesamt für Datenschutzaufsicht in der Regierung von Mittelfranken, Manfred Ilgenfritz, widersprach dieser Ansicht. „Ich wüsste keine Rechtsgrundlage, wieso das nicht zulässig sein sollte“, sagte er. Quelle-Kunden könnten aber die Löschung ihrer Daten verlangen. Der Datenschutzbeauftragte des Unternehmens habe der Aufsichtsbehörde zugesagt, entsprechende Anfragen bis zur endgültigen Abwicklung entgegenzunehmen und zu bearbeiten.
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