Opel-Arbeiter verzichten auf halbe Milliarde Euro

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Schichtwechsel bei Opel.
Mit einem Lohnverzicht über mehr als 500 Millionen Euro haben die Opel-Beschäftigten den Weg für einen Einstieg des Investors Magna frei gemacht. Der Zulieferer einigte sich für die kommenden zwei Jahre mit Betriebsrat und Gewerkschaften auf Einschnitte in einem Umfang von jährlich 265 Millionen Euro.
Im Gegenzug für ihre Entbehrungen werden die Mitarbeiter mit 10 Prozent an Opel beteiligt. Am Abend sollte in Detroit der GM-Verwaltungsrat erneut über den Opel-Verkauf entscheiden.
Zu dem Lohnverzicht der Belegschaft wird es nur kommen, wenn Magna und die russische Sberbank die Opel-Mehrheit übernehmen können. Der Betriebsrat machte deutlich, dass die Zusage hinfällig ist, falls der bisherige Mutterkonzern General Motors (GM) anders entscheiden sollte. „Die Belegschaften in Europa leisten elementare Beiträge für die Zukunft des neuen Unternehmens“, sagte Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz. Die Arbeitnehmer hätten damit ihren Beitrag geleistet, dass der Vertrag zwischen Magna und GM unterschrieben werden könne.
Durch die Übernahme von 10 Prozent der Anteile werde die Opel-Belegschaft erstmals stimmberechtigter Investor, sagte der Gesamtbetriebsratschef: „Das ist ein absolutes Novum.“ Sollte GM zustimmen, würde der US-Konzern künftig noch 35 Prozent an Opel halten. Die Anteilsmehrheit von 55 Prozent läge künftig beim Konsortium aus Magna und der russischen Sberbank. Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck forderte den GM-Verwaltungsrat auf, nun zügig zu entscheiden.
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