Um Escada ist ein Zickenkrieg entbrannt
03.Nov.2009
Model bei einer Escada-Modenschau in Berlin.
Zwei ehrgeizige junge Frauen bieten mit ihren Konsortien für den insolventen Luxusmodekonzern Escada – und kämpfen dabei nicht immer fair. Die eine ist verheiratet mit dem Sohn des Escada-Gründers. Die andere ist die Schwiegertochter des indischen Stahlmagnaten Mittal.
Der Kampf um die Übernahme des insolventen Modeherstellers Escada wird auf der Zielgeraden immer spannender. Fast möchte man einen Film darüber drehen: Zwei junge, ehrgeizige Frauen, die sich mit Geld gut auskennen, bieten für die einstige deutsche Schönheit unter den Luxusschneidern dieser Welt. Und sind bereit, dafür bis zu 76 Mio. Euro ausgeben. Die eine – einst in der Private-Equity-Sparte von Rothschild tätig – würde Escada-Chef Bruno Sälzer sofort rausschmeißen, wenn sie den Zuschlag bekäme. Die andere dagegen – eine frühere Investment-Expertin bei Goldman Sachs – würde den früheren Boss-Boss unbedingt behalten.
Die Frage ist nur, ob es eher ein Film „made in Hollywood“ wird oder einer aus Bollywood. Für Bollywood steht Megha Mittal (33), die Schwiegertochter des indischen Stahlmagnaten Mittal. Sie vertraut Sälzers Konzept, die Marke vorsichtig zu öffnen, damit mehr Frauen Escada tragen können.
Das sieht die Anführerin des Hollywood-Konsortiums, Zoe Appleyard-Ley (35), ganz anders. Escada müsse wieder elitärer werden und zurück auf die Empfänge der absoluten A-Prominenz und die Titelblätter der einschlägigen Fachmagazine. Sie ist die Ehefrau von Sven Ley, dem Sohn des Escada-Gründers. Zu ihren besten Freundinnen gehört Hollywood-Star Liz Hurley.
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