In Frankreich drohen im Winter Stromausfälle

Gesche Wüpper
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Weil 18 Reaktoren zurzeit gewartet werden, könnte die Stromversorgung in Teilen des Landes zusammenbrechen.
Die Franzosen müssen sich in diesem Winter warm anziehen. Ihr Stromriese EDF kann eine landesweite Stromversorgung aufgrund von Wartungsarbeiten an 18 Reaktoren nicht garantieren. Wird der Winter besonders kalt, müsse man den Strom abschalten, damit das Elektrizitätsnetz nicht zusammenbricht.
Der französische Stromriese EDF (Electricité de France) steht unter Druck. Erst warnte vergangene Woche seine Netz-Tochter RTE (Réseaux de transport d’électricité) vor Engpässen bei der Stromversorgung in Frankreich, und nun fordert die Atomsicherheitsbehörde Nachbesserungen beim geplanten Druckwasserreaktor EPR, da sie Sicherheitsmängel befürchtet. Das könnte zu Verzögerungen beim Bau des Reaktors der dritten Generation führen, den EDF ab 2012 in Flamanville in der Normandie betreiben will. Zudem könnten die Nachbesserungen den Konzern, der in Großbritannien und den USA je vier Druckwasserreaktoren plant, teuer zu stehen kommen.
Dabei hatte die Renaissance der Atomkraft dem weltweit größten Atomkraftwerksbetreiber und seinem Chef Pierre Gadonneix noch vor kurzem Auftrieb gegeben. Die 58 Reaktoren in Frankreich liefern 76 Prozent des inländischen Stroms. Doch in diesem Winter droht erstmals ein Versorgungsengpass, da 18 Reaktoren für Wartungsarbeiten abgeschaltet sind. Die restlichen Anlagen produzieren nicht genügend Strom, um den heimischen Bedarf zu decken, daher wird EDF massiv im Ausland zukaufen müssen. Frankreich werde zwischen November und Januar über mehrere Wochen hinweg 4000 Megawatt (MW) importieren müssen, warnt die EDF-Filiale RTE.
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