Nokia Siemens streicht weitere 5700 Stellen

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Nokia Siemens will Stellen streichen.
Der Arbeitsplatzabbau bei dem Netzwerkhersteller Nokia Siemens Networks nimmt kein Ende. Im vergangenen Jahr wurden weltweit 9000 Stellen abgebaut, jetzt zwingt die Flaute im Mobilfunk den Konzern zu weiteren Einsparungen von 5700 Stellen. Dadurch sollen die Kosten bis Ende 2011 um rund eine halbe Milliarde gedrückt werden.
Die rezessionsbedingte Flaute in der Mobilfunkbranche wirkt sich auch auf die Hersteller von Netztechnik aus. Das deutsch-finnische Gemeinschaftsunternehmen Nokia Siemens Networks stellte in Helsinki ein umfassendes Programm zur Kostensenkung vor, das die Streichung von bis zu 5700 Stellen einschließt – betroffen sind sieben bis neun Prozent der 64.000 Beschäftigten. Dadurch sollen die Kosten bis Ende 2011 um 500 Millionen Euro im Jahr gedrückt werden.
„Wir gehen leider davon aus, dass es Deutschland härter trifft als andere Länder“, sagte der IG Metall-Beauftragte Michael Leppek. So befürchtet die Gewerkschaft am größten deutschen Standort in München Stellenabbau. Dort arbeiten rund 4000 Beschäftigte vor allem in der Entwicklung und in Zentralfunktionen. Auch am Fertigungsstandort Bruchsal mit rund 1100 Mitarbeitern befürchte er Stellenstreichungen, sagte Leppek. Insgesamt hat NSN mehr als 20 deutsche Standorte.
Schon im vergangenen Jahr hatte der Konzern ein Sparprogramm aufgelegt, bei dem weltweit 9000 Stellen gestrichen wurden. Dies sollte eine Einsparung von bis zu zwei Millarden Euro bringen. Am Standort München wurden 500 Stellen sozialverträglich gestrichen, in Finnland fielen 750 Job den Einsparungen zum Opfer.
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