Deutsche Post erhöht Prognose trotz roter Zahlen

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Deutsche Post-Zusteller
Die Deutsche Post ist im dritten Quartal in die roten Zahlen gerutscht. Unterm Strich stand ein Verlust von 83 Millionen Euro, wie der Bonner Konzern mitteilte. Vor einem Jahr hatte die Post noch 879 Millionen Euro verdient. Für das Gesamtjahr ist die Post aber zuversichtlich und hob ihre Prognose an.
Auslöser für den Quartalsverlust waren unter anderem Forderungsausfälle im Zusammenhang mit der Insolvenz des Handelskonzerns Arcandor, die die Post auf 146 Millionen Euro bezifferte. Bereits im zweiten Quartal hatte die Post unter dem Druck der Wirtschaftskrise noch einen dünnen Gewinn von 66 Millionen Euro ausgewiesen.
Der Umsatz brach im dritten Quartal um 18,6 Prozent auf 11,2 Milliarden Euro ein. Allerdings sei eine Milliarde Euro allein durch den Ausstieg aus dem verlustreichen inneramerikanischen Expressgeschäft weggefallen, erklärte die Post.
Ihren Ausblick für das Gesamtjahr 2009 hob die Deutsche Post an. Aufgrund der Fortschritte im Kostenmanagement und den ersten Zeichen einer Markterholung werde jetzt trotz des weiter schwierigen Umfelds mit einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) vor Einmaleffekten von mindestens 1,35 Milliarden Euro gerechnet. Bisher hatte er 1,2 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Damit bleibt der Konzern allerdings weiter hinter dem Vorjahreswert von 2,4 Milliarden Euro zurück. Das Nettoergebnis sieht der Vorstand weiter im positiven Bereich.
„Weil unser Kostenmanagement Früchte trägt, behaupten wir uns erfolgreich in der Krise“, sagte Vorstandsvorsitzender Frank Appel. Auch wenn der Vorstand erste positive Signale durch die Stabilisierung der Transportmengen sehe, gebe es noch keine Anzeichen einer umfassenden konjunkturellen Erholung.
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