GM kann doch auf Geld aus Deutschland hoffen
05.Nov.2009
Opel Werk Eisenach
Folgt nach der Kehrtwende von GM die Kehrtwende der Bundesregierung? Bisher herrschte Einigkeit darüber, dass GM keine deutsche Staatshilfe bekommt – aus Angst, dass die Gelder in die USA abfließen. Der Unionsfraktionsvorsitzende Kauder und Wirtschaftsminister Brüderle (FDP) machen Staatshilfe nun von einem Konzept für Opel abhängig.
Der Autokonzern General Motors kann bei der geplanten Sanierung seiner Tochter Opel auf Geld aus dem Deutschlandfonds hoffen. Wenn ein Plan von GM vorliege, könne man darüber reden, sagte der Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, Volker Kauder, am Donnerstag im ZDF. Zugleich machte er deutlich: „Die Amerikaner dürfen nicht glauben, dass sie Deutschland in irgendeiner Form erpressen können.“
„Wir erwarten jetzt von GM, dass ein Plan vorgelegt wird, welche Perspektive besteht“, betonte Kauder. Bislang höre man von GM aber wenig. „Stellenstreichungen sind keine Fortführungsperspektive.“ Je mehr Stellen gestrichen würden, desto weniger gebe es eine Perspektive.
Kauder verwies auf das Sanierungskonzept des Konsortiums aus Magna International und der Sberbank, das die Opel-Mehrheit kaufen wollte, aber am Ende den Zuschlag nicht bekam. Dieser Plan habe klare Perspektiven wie die Entwicklung von Opel auch im russischen Markt enthalten. Diese könne er nicht bei GM nicht erkennen.
Ähnlich äußerte sich Kauders Stellvertreter Michael Meister im SWR. Es komme darauf an, wie schnell und welches Konzept GM vorlege. Die entscheidende Frage sei, wo die Absatzmärkte für Opel seien.
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