Waffenfunde und Festnahmen im Rocker-Milieu
03.Nov.2009
Diese Waffen stellten Ermittler in der Flensburger Rockerszene sicher: Maschinenpistolen, Schrotflinten, großkalibrige Revolver und Pistolen.
Duisburg/Flensburg (dpa) - Mit massiven Kontrollen ist die Polizei im Ruhrgebiet und in Schleswig-Holstein gegen die verfeindeten Rockergruppen «Bandidos» und «Hells Angels» vorgegangen. In Flensburg hoben Ermittler ein gewaltiges Waffenlager aus, das sie den «Hells Angels» zurechnen.
«Man hätte, ich sag' das jetzt mal so, jederzeit in den Krieg ziehen können», sagte ein leitender Ermittler am Dienstag. Bei der Durchsuchung einer Flensburger Auto-Werkstatt wurden Maschinenpistolen, Pumpguns, Schrotflinten, Revolver, Munition und sprengstoffähnliche Substanzen entdeckt.
Im Ruhrgebiet wurden in der Nacht zum Dienstag auch bei «Bandidos»-Rockern zahlreiche Waffen beschlagnahmt und in Duisburg ein 31-Jähriger aus dem Umfeld der Rockergruppe festgenommen. Er sei nach einer Schlägerei mit einem «Hells Angels»-Rocker mit Haftbefehl wegen gefährlicher Körperverletzung gesucht worden, sagte ein Sprecher der Polizei in Münster am Dienstag.
Bei den Kontrollen, etwa im Duisburger Rotlichtmilieu, wurden Baseballschläger, Schlagstöcke, Reizstoff-Sprühgeräte und ein Beil sichergestellt. «Wir werden uns nicht von wild gewordenen Bandidos oder Hells Angels auf der Nase herumtanzen lassen und alle rechtlichen Maßnahmen des Polizei- und Strafrechts ausschöpfen», sagte der Polizeiführer des Gesamteinsatzes, der Leitende Polizeidirektor Hans Volkmann. Die Polizei in Münster betonte, neben den sichtbaren Kontrollen seien auch zahlreiche verdeckte Maßnahmen gegen die Rocker angelaufen.
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